3 Fragen an Markus Macho, GF von SCHACHINGER pharmalogistik GmbH und SCHACHINGER logistik service GmbH

von Nina Sattlegger in , , — Mai 2026
Digitalisierung, dynamische Märkte und steigende Anforderungen prägen die Logistikbranche wie kaum zuvor. Doch wie lassen sich Innovation und Stabilität in Einklang bringen und welche Rolle spielt die Führung dabei?

Wir haben Markus Macho, Geschäftsführer von SCHACHINGER pharmalogistik GmbH und SCHACHINGER logistik service GmbH Fragen zu aktuellen Themen gestellt. Im Gespräch gibt er spannende Einblicke in den Stand der Digitalisierung in der Pharmalogistik, spricht offen über aktuelle Führungsherausforderungen und teilt, was ihn persönlich antreibt und inspiriert.

1. Stichwort Digitalisierung – was ist in Ihrem Unternehmen, bzw. Ihrer Branche bereits umgesetzt und was steht in den nächsten Jahren noch an?

In unserem größten Pharmalogistikstandort in Bruck an der Leitha haben wir unsere Lager- und Logistikprozesse nahezu vollständig digitalisiert, wodurch wir die Bestandsverwaltung und die Auftragsabwicklung deutlich weiterentwickelt haben. Dies hat unter anderem zu höherer Transparenz und schnelleren Reaktionszeiten geführt.

Die End-to-End-Visibility ist bereits heute eine wichtige Anforderung an uns, und wir wollen auch weiterhin ein verlässlicher Partner für unsere Kunden in diesem Bereich sein. Daher treiben wir unsere Entwicklungen mit großem Engagement voran und werden im Pharmatransport eine moderne Transportmanagement-Software einführen. Diese wird unseren Mitarbeitenden neue Möglichkeiten in der täglichen Arbeit eröffnen und unseren Kunden wertvolle Features bieten.

In den letzten 10 Jahren lagen die großen Entwicklungen im Bereich der Lagerlogistik vor allem in der Lagertechnik und Automatisierung. So sind beispielsweise Inventuren mit Drohnen keine Science-Fiction mehr, sondern bereits Realität.

Wir beschäftigen uns intensiv mit diesen Entwicklungen und berücksichtigen dabei die besonderen Herausforderungen, die ein Mehrkundenlager mit sich bringt. Großes Potenzial sehen wir in der Vorausplanung, um zukünftige Bedarfe besser zu prognostizieren und unsere Ressourcen entsprechend zu steuern.

2. Was ist aktuell Ihre größte Herausforderung als Führungskraft? Warum? Wie gehen Sie an die Sache heran?

Ich bin davon überzeugt, dass die größten Erfolge ausschließlich von Teams erreicht werden, die bereit sind, sich gemeinsam Zielen zu verschreiben und mit Begeisterung an Herausforderungen zu arbeiten.

Eine meiner zentralen Aufgaben ist es, Mitarbeitende für unser Unternehmen zu gewinnen, die nicht nur über fachliche Fähigkeiten verfügen, sondern auch die Bereitschaft und Motivation mitbringen, ihre Talente und Stärken aktiv ins Team einzubringen.

Die für mich größte Herausforderung ist es, unseren Teams jenes Umfeld zu bieten, in dem sie fokussiert an der Zielerreichung arbeiten können. Dabei spielt „Kurs halten“ eine zentrale Rolle für uns, da wir uns als Logistikdienstleister in einem sehr dynamischen Umfeld bewegen, in dem sich die Anforderungen an uns nahezu täglich ändern.

Innerhalb unserer Geschäftsleitung haben wir uns bewusst auf vier Fokusprojekte verständigt, an deren Umsetzung wir in den verschiedenen Bereichen intensiv arbeiten. Das hat zu einer großen Klarheit geführt, die von unseren Mitarbeitenden sehr geschätzt wird.

3. Haben Sie ein Vorbild? Wer oder was inspiriert Sie?

Ich habe eine große Begeisterung für den Sport, wo der Erfolg oftmals unmittelbarer und klarer erkennbar ist, als das in der Wirtschaft der Fall ist.

Mich inspirieren Sportler*innen, die große Bereitschaft mitbringen, sich ständig weiterzuentwickeln. Unabhängig davon, welche Erfolge sie bereits gefeiert haben.

Was in einer beruflichen Laufbahn über einen Zeitraum von 40 Jahren passiert, komprimiert sich im Leben eines*r Sportler*in in 10 Jahren.

Roger Federer ist ein Sportler, der mir zu seiner aktiven Zeit sehr imponiert hat. Er hat 75% seiner Spiele als Profitennisspieler gewonnen. Jedoch hat er nur 52% der gespielten Punkte für sich entschieden.

Für meine berufliche Laufbahn leite ich davon ab, mich nicht von den kleinen Dingen aus dem Rhythmus bringen zu lassen, sondern immer das große Ganze im Blick zu haben.

Interessant ist auch, dass er nahezu seine gesamte Karriere über mit dem gleichen Team gearbeitet hat und sich punktuell neue Expert*innen und dadurch neue Impulse geholt hat.

Auch das ist etwas, was mir emotional als Logistikdienstleister sehr nahe ist. Denn unsere Kunden erwarten sich Kontinuität in unseren Teams, damit wir mit ihnen gemeinsam wachsen und erfolgreich sein können.

Herzlichen Dank für diese spannenden Einblicke!

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Nina Sattlegger

Executive Director